Virtueller Rundgang
Das Innere der Kirche
Durch das Turmerdgeschoß betreten Sie das Gotteshaus. Das halbkreisförmige Tonnengewölbe fand 1957 seine jetzige Form; zuvor hatte man den Turm nur von hier aus durch einen schmalen Aufgang besteigen können. Die älteste der drei Glocken datiert von 1466 und trägt die Inschrift: "Die Toten beklage ich, die Lebenden rufe ich, die Blitze breche ich."
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Und wenn Sie selber nach Heiden kommen wollen:
Während der Sommerzeit ist die Kirche in der Regel täglich von 10-17 Uhr geöffnet.
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Die Umgebung
Im 17. Jahrhundert siedelten sich die "Kirchhöfner" an, die ihre Häuser im Halbkreis um die Kirche errichteten, weitgehend auf vormaligem Friedhofsgelände. Es entstanden Fachwerkbauten, die teilweise bis heute erhalten sind. Zu dieser ursprünglichen Bebauung gehören auch die
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1) "alte Schule" und da
2) Küsterhaus.
Die enge Verbindung von Kirche und Bildungswesen spiegelt sich in der räumlichen Nähe zueinander wider. Erweitert wurde das Halbrund durch
3) die neue Küsterschule (1877) und die wahrscheinlich 1868 errichtete
4) Kinderbewahranstalt, der Vorläuferin des heutigen Kindergartens der Kirchengemeinde Heiden.
5) Die "l000jährige Linde" diente nachweislich noch 1663 als Gerichtsstätte; die 13 Einzelbäume, aus denen sie zusammengewachsen ist, symbolisieren wahrscheinlich die zur Vogtei gehörenden Bauernschaften. Höhe und Ausmaß des Baumes lassen immerhin auf ein tatsächliches Mindestalter von 600 Jahren schließen.
6) Altes Pfarrhaus (Gemeindezentrum)
Im Osten der Kirche liegt das ehemalige Pfarrhaus, das den Mittelpunkt des Pfarrhofes bildet. Der Wirtschaftshof des Pastors umfasste einen Baumhof und eine Baumschule sowie einen großen Garten, ein Backhaus und eine Scheune. Der steinerne Wohnbereich des Pfarrhauses stammt noch aus dem 16. Jahrhundert; um 1750 wurde er nach Osten erweitert. Einer Torbogeninschrift zufolge wurde der Wirtschaftstrakt 1813 geschaffen. Nachdem 1964 ein neues Pfarrhaus errichtet worden war, verfiel das historische Gebäude. Seit seiner umfassenden Sanierung in den ausgehenden siebziger Jahren steht es als Gemeindezentrum zur Verfügung.
Den östlichen Abschluss des Pfarrhofes bildet die 1831 erbaute
Den östlichen Abschluss des Pfarrhofes bildet die 1831 erbaute
8) Das Vogteigebäude von 1683 und der
9) "Alter Krug" runden das historische Ensemble ab.
Es verwundert nicht, dass eine Anlage wie die in Heiden Anlass zur Legendenbildung bietet. So besagt die Erzählung vom letzten Heidener Mönch, dieser habe unter der "l000jährigen" Linde auf dem Pfarrhof einen Schatz vergraben. Die steinerne Abbildung eines Mannes an der Südseite des Pfarrhauses wird mit der Sagengestalt des "letzten Mönches" in Verbindung gebracht. Man bezeichnet ihn auch als "Abt von Heiden".
Zu den Gemeindegebäuden gehört als neuere Ergänzung der Gesamtanlage das Jugendheim (Jugendzentrum)und der viergruppige Kindergarten der Kirchengemeinde
Zu den Gemeindegebäuden gehört als neuere Ergänzung der Gesamtanlage das Jugendheim (Jugendzentrum)und der viergruppige Kindergarten der Kirchengemeinde
Ausführliche Informationen sowie eine Vielzahl von, zum Teil farbigen, Abbildungen enthält das Buch "Dorfkirche Heiden. Ein Streifzug durch ihre Geschichte" von Burkhard Meier, Lage 1995, das Sie in unserem Gemeindebüro erhalten können: Preis 17,50 DM
Text: nach Burkhard Meier.
Text: nach Burkhard Meier.