Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen

Jerusalem zur Zeit des Passahfestes im Jahr 30. Der jüdische Wanderprediger Jesus von Nazareth ist soeben hingerichtet worden. Dazu der ebenso erstaunte wie ergriffene Kommentar eines römischen Soldaten: „Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen".
   April 2015: Das Osterfest steht vor der Tür. Damit einher gehen viele Vorbereitungen. Das Haus wird frühlingshaft geschmückt. Der Garten hergerichtet, manchmal sogar verziert mit bunten Ostereiern. Der Gang zum Osterfeuer - für viele ein schönes Ritual ebenso wie der Ausflug bzw. der Kurzurlaub ins Grüne. Kurzum: Ostern, ein Fest des Aufbruchs und der sich neu entfaltenden Lebensfreude.
Für mich verbindet sich mit dieser Gegenüberstellung zugleich die Frage: Hat das Bekenntnis des römischen Soldaten noch etwas mit uns und unserer Art, Ostern zu begehen, zu tun? Erkennen wir einen Zusammenhang? Käme auch uns das Bekenntnis über die Lippen: „Ja, wahrlich, dieser gekreuzigte, geschundene Mann aus dem Norden Israels, dessen Grab drei Tage später leer war, ist in der Tat Gottes Sohn gewesen"? Die Antwort darauf kann wohl nur jeder und jede für sich ganz persönlich geben. Für mich ist jedoch klar: Dass wir Ostern als Fest des Neubeginns erleben dürfen, erfüllt von der Hoffnung, dass in unserer von so viel Gewalt und Todesbedrohungen gepeinigten Welt am Ende doch das Leben siegt; all das ist untrennbar mit dem Auferstandenen verbunden, mit jenem Mann, den wir Christinnen und Christen als Gottes Sohn bekennen.
   In unseren Gottesdiensten an Ostern möchten wir das gerne gemeinsam mit Ihnen feiern. In diesem Sinne grüßt Sie, verbunden mit den besten Wünschen für ein gesegnetes Osterfest, Ihr
Gerald Klaassen

Sonnenaufgang am Ostermorgen
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