Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

"Lobe den Herrn meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan hat." (Psalm 103,2)

„Was war das Schönste an deinem Tag heute?" fragt die Mutter, wenn sie abends am Bett ihres sechsjährigen Sohnes sitzt. Und dann überlegen Mutter und Kind gemeinsam, was sie genossen haben an diesem Tag. Manchmal seufzt der Kleine einfach, kuschelt sich in sein Kissen und sagt: „Dass ich jetzt schlafen darf!"
    „Was waren für dich in diesem Jahr die besten Momente?" Ein Mann und eine Frau sitzen auf dem Sofa bei Rotwein und Chips und feiern den Jahrestag ihrer Beziehung. Sich hinsetzen und reden über das, was gut war, auf dieses Ritual wollen die beiden nicht mehr verzichten. Und jedes Jahr wundern sie sich, dass für die andere Person ganz andere Momente zählen.
   Das Gelungene in den Blick zu nehmen heißt nicht, die Dinge zu beschönigen. Es heißt, das Ganze zu betrachten unter dem Vorzeichen der Dankbarkeit.
Wer nur meckert, raubt sich selbst Energie. Im Streit wird man eher gehört, wenn man mit etwas Positivem beginnt: „Ich freu mich, dass du jede Woche den Einkauf erledigst, weil ich dadurch am Samstag viel mehr Zeit habe. Und ich wünsche mir von dir, dass du dienstags die Wäsche erledigst!" Das bringt mehr als zu jammern: „Nie kümmerst du dich um den Haushalt!"
   „Lobe den Herrn meine Seele" heißt, Rückschau zu halten in einer Haltung der Dankbarkeit. Ich sehe die Schätze meines Lebens. Ich begreife, wie reich ich bin. Und ich sage: „Danke, Gott!"
 Ihre Pfarrerin Annette Müller

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