Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

„Ich will euch trösten, wie einen eine Mutter tröstet.“ Jes. 66,13 – Jahreslosung für 2016

Wenn im Alten Testament das Wort „trösten" verwendet wird, ist klar, dass dies nicht nur durch warme Worte geschieht, sondern auch durch eine umfassende Fürsorge, durch konkrete Hilfe und Unterstützung in Notlagen.
 „Mütterlichkeit ist unteilbar", sagte Dorothee Sölle einmal und meinte damit, dass mütterliche Gefühle nicht nur den eigenen Kindern gelten, sondern allen Kindern und Jugendlichen, vielleicht sogar der ganzen Menschheit.
   Mal angenommen, Gott wäre ein mütterlicher Gott und er könnte einen wirklich trösten, wie das sonst nur Mütter können. Was wäre dann? Dann wäre er ein brauchbarer, sogar ein lebenswichtiger Gott. Er wäre da, wenn es drauf ankäme. Er wäre auch nicht beleidigt, selbst wenn man sich lange Zeit mal nicht bei ihm meldet. Man könnte nachts gut schlafen, weil man wüsste, dass einer da ist, der sich um alles kümmert.  Dann wären Worte wie „Gnade" und „Barmherzigkeit" nicht hohl, sondern durchdrungen von handfester Zärtlichkeit. Und es wäre letztendlich zu verkraften, wenn die eigenen Eltern hinfällig werden und irgendwann auch sterben.
   Ich wünsche Ihnen, dass Sie die Gegenwart dieses warmherzigen und zupackenden Gottes spüren im Jahr, das vor Ihnen liegt!

Herzlichen Gruß
Ihre Pfarrerin Annette Müller

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