Gedanken für den Tag
„Schon wieder ist ein Jahr vorbei ..."
Liebe Leserin, lieber Leser,
„Schon wieder ist ein Jahr vorbei ...", „Kinder, wie schnell doch die Zeit vergeht ...", „ ich glaube, mit jedem Lebensjahr „tickt" die Uhr immer schneller". Das sind Aussagen, die um die Jahreswende vielfach zu hören sind. Nachdenklich klingen sie, fast schon ein wenig bedrohlich. Gar nicht so recht in die heitere, ausgelassene Stimmung passend, die normalerweise die Partys und Feiern an Sylvester auszeichnen.
Dennoch ist der Jahreswechsel für viele nicht nur wegen geplanter Feiern und Unternehmungen ein wichtiger Abschnitt. Denn neben den Luftschlangen und dem Feuerwerk ziehen viele in der Zeit „Zwischen den Jahren" Bilanz. Sie schauen zurück auf Gelungenes und Schmerzhaftes. Sie blicken nach vorn voller Erwartungen, unter Umständen auch mit Sorgen.
Zwei Gedanken möchte ich Ihnen in diesem Zusammenhang gerne weitergeben:
Zum einen finde ich es wichtig, sich für diese Bilanz Raum und Muße zu gönnen, bietet das doch die Chance, die eigene Lebenszeit „bewusst" wahrzunehmen und sie nicht gedankenlos verrinnen zu lassen. Zum anderen vermag niemand von uns die Uhr zurück zu drehen genauso, wie der Blick in die Zukunft ungewiss bleibt, selbst wenn die Jahreshoroskope in den Zeitschriften anderes versprechen. Eines schenkt mir dennoch Zuversicht und Vertrauen sowohl hinsichtlich dessen, was ich im Nachhinein nicht mehr verändern kann, als auch angesichts des noch Unbekannten, das in den kommenden 366 Tagen auf mich wartet: Gottes Zusage: „Siehe, ich bin Euch alle Tage bis an das Ende der Welt" (Mt. 28, 20).
Ich wünsche Ihnen, dass diese Zusage auch Ihnen das Zutrauen schenkt, mit fröhlicher Gelassenheit und mit einem auf den Glauben gegründeten Optimismus dem Jahr 2012 entgegen zu gehen.
In diesem Sinne grüßt Sie
- auch im Namen des Kirchenvorstandes und aller MitarbeiterInnen -
mit herzlichen Segenswünschen für das neue Jahr Ihr
Gerald Klaassen