Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

„Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herab kommen, bereitet wie eine geschmückte Braut für ihren Mann“ (Offenbarung 21,2)

Hochzeit im November. Die gibt es nicht oft. Im November spürt man an fast allen Sonntagen die Unerlöstheit unserer Welt. Der Volkstrauertag, der Buß- und Bettag und schließlich das Gedenken an die Verstorbenen am Ewigkeitssonntag. Dazwischen haben die Kirchen die Friedensdekade platziert, weil sie sagen: Es gibt zu wenig Frieden auf dieser Welt. Das Erinnern an die Reichspogromnacht am 9. November gehört dazu.
   Und jetzt dieses Bild von einer Hochzeit. Aber nicht eine Frau ist geschmückt, sondern eine Stadt, und die kommt vom Himmel herab. Dazu muss man wissen, dass die Zeit des Sehers Johannes, nicht besser war, als die Unsrige. Gerade die Stadt Jerusalem, auf die sich für die Juden alle Hoffnung richtete, war in der Realität kein friedlicher Ort. Der Tempel war zerstört, es gab Juden- und Christenverfolgungen. Die römische Besatzungsmacht regierte und schien übermächtig. „Das kann nur noch Gott verändern", sagt sich Johannes. Er sieht es in einem Traum vor sich: Die heilige Stadt, rundum erneuert, wie sie aus dem Himmel auf ihn zukommt. Traumhaft schön. Wie geblendet ist er in dieser Vision. Er erzählt sie weiter, weil er seinen Leuten den Willen zur Veränderung ins Herz schreiben möchte: So soll es hier aussehen. Glanzvoll und friedlich für alle. Das ist das Ziel! Also benehmt euch wie Hochzeitsgäste. Macht euch fein, beschenkt einander, nehmt aufeinander Rücksicht. Streitet nicht, sondern lacht miteinander. Wünscht einander Gutes und heißt einander willkommen.
In diesem Sinne wünsche ich uns einen friedlichen November,
            Ihre Brigitte Fenner

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