Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

„Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt.“ (Markus 9,23)

Sechs der diesjährigen Konfis haben sich diesen Vers als Konfirmationsspruch ausgesucht. Er scheint etwas in Worte zu fassen, was ihnen unter den Nägeln brennt. Vielleicht ist es ein Wunsch: Mit Gott und durch Gott wird Unmögliches möglich! Wer auf ihn vertraut, wird über sich hinaus wachsen!
   In Covid-19-Zeiten spüren wir unser Angewiesensein, aufeinander, auf zuverlässige Planungsmöglichkeiten - und auf Gott. Wir Menschen sind klein und das Chaos ist - naja, chaotisch halt. Die Epidemie kann uns täglich einen Strich durch die Rechnung machen: Schulen, die heute noch offen sind, können morgen schon wieder schließen.
Geplante Reisen können von jetzt auf gleich unmöglich werden, genauso wie Familienfeiern.
Wenn ich Jugendliche frage, wie sie den Vers oben verstehen, kommen wir auf Selbstvertrauen und Gottvertrauen zu sprechen. Die Vierzehnjährigen wissen längst: Wenn sie selbstbewusst an eine Sache heran gehen, gelingt vieles besser. Aber sie ahnen auch: Gottvertrauen zu haben ist notwendig.

Ich hoffe und vertraue darauf, dass Gott uns als Gesellschaft, als Gemeinde und als Personen auf verschlungenen Wegen durch diese Zeit führen wird. Uns ist gerade vieles nicht möglich - aber Gottes Möglichkeiten zu retten, zu bewahren und zu verwandeln sind noch lange nicht ausgeschöpft.
Was ich den Konfis wünsche, ist, dass Gott erstaunliche Widerstandskräfte in ihnen weckt. Und einen fröhlichen Mut, der ihnen hilft, Frustrationen auszuhalten.
Annette Müller

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Wöchtliche Andacht per mail

Ein Liedtext, ein Gebet, ein Bild und ein Bibeltext mit Auslegung. Solange wir nur eingeschränkt Gottesdienst in der Kirche miteinander feiern können, gibt es die Möglichkeit, sich für den jeweiligen Sonntag eine Andacht per Mail zuschicken zu lassen. Wer uns seine Mailadresse mitteilt, wird in den Verteiler aufgenommen. Die Andachten finden Sie aber auch hier und sie liegen in der offenen Kirche bereit zum Mitnehmen.

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Der Engel des Herrn rührte ihn an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

Monatspruch Juli 1.Könige 19.7

„Ich kann nicht mehr", denkt Elia. „Ich mag nicht mehr. Ich lege mich hier hin und stehe einfach nicht mehr auf." Elia ist erschöpft. Das, was hinter ihm liegt hat ihn verängstigt und zermürbt. „Es ist genug", denkt er sich. „Lieber Gott, lass mich sterben".
Ganz so wie Elia geht es uns hoffentlich nicht. Aber auch einige von uns haben die Herausforderungen der letzten Monate erschüttert. Die Sorge um den Fortbestand des eigenen Betriebes, die Sicherheit des Arbeitsplatzes, das viele Zuhause bleiben, manchmal auf engem Raum und mit wenig Kontakt. Einige von denen, die wir besonders schützen wollten durch den Lockdown, haben sich gefragt: Will ich so alt werden? Welchen Sinn hat mein Leben da noch?
Nun geht ein Aufatmen durch unsere Reihen. Anfangs war es wie der Flügelschlag eines Engels: Ihr dürft wieder raus. Vorsichtig natürlich, aber das Leben fängt wieder an. Steht auf, verlasst eure Häuser, nehmt eure Aktivitäten wieder auf. Es liegt noch ein weiter Weg vor euch, aber ihr dürft losgehen. Stärkt euch, seid mutig und behaltet das Beste von dem, was ihr vielleicht während der Durststrecke neu gelernt habt: Rücksicht, herzliche Mitmenschlichkeit über den Gartenzaun, technisches Knowhow, selbstbestimmtes Lernen.  Behaltet das, sättigt euch daran. Nehmt es mit in die Zukunft.
 
„Vertraut den neuen Wegen, auf die der Herr euch weist, weil Leben heißt: sich regen, weil Leben wandern heißt. Seit leuchtend Gottes Bogen am hohen Himmel stand, sind Menschen ausgezogen in das gelobte Land." (EG 395 Peter Hertzsch)
Brigitte Fenner

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