Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
Kirchplatz 8, 32791 Lage +49 5232 66266

Gedanken für den Tag

Jesus Christus spricht: Ich bin bei euch alle Tage...

Gott ist immer bei uns. Sind wir auch immer bei ihm?
Ich befinde mich mit meinen Konfirmanden im Jugendfreizeitzentrum Kirchberghof, das einen christlichen Hintergrund hat und es auf charmante Weise zeigt. Auf die Türen der Schlaftrakte sind Cartoons gemalt. Unter anderem dieser. Ein Kind an der Hand seiner Mutter, die es zielstrebig vorwärtstreibt. Es fragt: Mama, habe ich 10 Minuten Zeit für Gott?
Man rate, wie die Situation weitergehen könnte.
1)  Die Mutter sagt:10 Minuten für Gott? Wo sollen wir die denn noch hernehmen?
2)  Die Mutter sagt: Gott? Ups, den hab‘ ich ja ganz vergessen. Gibt es den auch noch?
3) Die Mutter sagt: Du, wenn wir nach Hause kommen, dann machen wir es uns gemütlich. Du holst deine Kinderbibel, ich zünde uns ein Licht an und dann lese ich dir vor. Und dann überlegen wir zusammen, für was wir heute alles Danke sagen können.
Vermutlich wüssten wir alle, wie wir selbst jetzt gerne geantwortet hätten. Was hindert uns aus diesem Konjunktiv, aus dem uns so oft begleitenden „hätte, wäre, wollte" ein „Ich tue es" zu machen? Und zwar nicht nur für unsere Kinder, sondern ganz egoistisch auch für uns selbst. Das ist gar nicht so schwer und tut uns selber gut. Gott wartet schon auf uns, denn er ist ja immer da.
Es grüßt Sie herzlich,
                                       Ihre Brigitte Fenner

Nach oben

„Suche Frieden und jage ihm nach!" - Jahreslosung für 2019

„Du hast auf dein Handy geschaut, ich darf mir was wünschen!" kreischt die Studentin fröhlich. Und dann beginnt sie zu überlegen: Soll sie ihre Mitbewohnerin um eine Schultermassage bitten? Oder darum, später einen Milchkaffee spendiert zu bekommen? Denn in der Wohngemeinschaft gilt die Regel: Beim gemeinsamen Essen ist der Blick auf das Mobiltelefon streng verboten. Wer hier eine kleine Lieblosigkeit begeht, muss diese durch eine größere Geste der Fürsorge wieder wettmachen.
   „Suche Frieden und jage ihm nach!" Als ich die Jahreslosung für 2019 las, musste ich an eine Eichhörnchenjagd im Wald denken: Vater und Tochter lauern dem winzigen Tier auf, um dann lachend hinterher zu flitzen, wenn es versucht, eine Walnuss vor den Verfolgern zu verstecken. Was unseriös klingt, ist ernst gemeint: Ich glaube, dass es mit Fröhlichkeit und Vergnügen leichter fällt zu beobachten, wie Frieden entsteht und unter welchen Bedingungen er sich entfalten kann.
   Jahreslosungen gibt es seit 1934. Der Vorsitzende des evangelischen Reichsverbands weibliche Jugend, Otto Riethmüller, führte sie ein, um Naziparolen etwas entgegen zu setzen. Die erste Losung lautete: „Ich schäme mich des Evangeliums von Jesus Christus nicht." Das Jahr 2019 ist auch das Karl Barth-Jahr. Karl Barth war, wie Riethmüller auch, Theologe der Bekennenden Kirche, die sich gegen die Ideologie der Nationalsozialisten auflehnte. Der Bekennenden Kirche war es wichtig, Jesus Christus in das Zentrum des Lebens und Glaubens zu stellen.
Vielleicht schaffen wir es, in diesem Jahr beides miteinander zu verbinden? Fröhlich und kreativ Wege zu suchen, um unser Zusammenleben im Großen wie im Kleinen friedlicher zu gestalten. Und das aufrichtige Interesse, Jesus Christus in seiner heilsamen Macht in das Zentrum unseres Denkens und Handelns zu stellen. Ein gesegnetes und friedliches Jahr 2019 wünscht Ihnen        
                               Annette Müller

Nach oben