Ev.-ref. Kirchengemeinde Heiden
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Gedanken für den Tag

Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr...

„Alles hat seine Zeit", schreibt der Prediger Salomo. Wenn es Herbst wird, dann spüren wir, dass unsere Zeit einem bestimmten Rhythmus unterliegt und
wirklich alles dazu gehört. In seinem schönen
Herbstgedicht nimmt Rilke Abschied vom Sommer. Ob der in diesem Jahr „sehr groß" gewesen ist,
darüber werden wir geteilter Meinung sein. Ganz bestimmt haben wir zwischendurch Rilkes Bitte geteilt, Gott möge uns noch zwei südlichere Tage schenken.
Es ist nicht immer ganz leicht, zu akzeptieren, dass
alles seine Zeit hat, aber wir dennoch nicht alles bekommen, was wir uns wünschen. Das fängt schon beim Wetter an. Doch auf's Ganze gesehen stimmt es eben doch. Vor allem, wenn wir zurückschauen, dann entdecken wir den Reichtum unseres Lebens. Nicht umsonst finden sich die Worte des Prediger Salomo auf vielen Abschiedsgrüßen. Das Jahr geht in den Herbst hinein. Ich wünsche uns, dass wir diese Zeit über das rein Materielle hinaus als Erntezeit empfinden können.
   In der Gemeinde haben wir viele schöne Dinge erlebt.  Feste im Kindergarten, sehr viele Taufen im Sommer, ein Kindermusical, eine Luther-Revue mit Jugendlichen und allen Chören, Gottesdienste mit Lebensexperten und eine sehr engagierte Gruppe, die in wunderbarer Hilfsbereitschaft ein „Zuhause in Heiden" für alle anstrebt. Als Pfarrerinnen staunen meine Kollegin und ich immer wieder über den Reichtum an Erfahrung, an Mitmenschlichkeit und Freundlichkeit, der in dieser Gemeinde wohnt. Da lässt sich am Erntedankfest gut Danke sagen und darüber staunen: „Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit. Nur dass der Mensch nicht ergründen kann, was Gott tut, weder Anfang noch Ende."
Es grüßt Sie herzlich
                      Ihre Brigitte Fenner

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